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MOOSAIK – Umweltkommunikation mit Augmented Reality


Moderne Technologien für den Umweltschutz
Artenschutz ist ohne die Unterstützung der Bevölkerung nur schwer umsetzbar. Denn in vielen Fällen kann er nur effektiv erfolgen, wenn die Menschen ihre Gewohnheiten anpassen und ihr Handeln dem Wohl der Biodiversität unterordnen. Der Aufwand diesen Sinneswandel zu erreichen ist neben dem Umfang der Einschränkungen auch stark von der zu schützenden Art abhängig, da Arten, die als wenig ästhetisch oder nützlich empfunden werden, weniger Interesse entgegengebracht wird. Ähnliches gilt für scheue oder sehr kleine Arten, die von der Gesellschaft kaum wahrgenommen werden und deren Aussterben dadurch als weniger verhängnisvoll aufgefasst wird. Um auch diese Tiere effektiv schützen zu können, ist es von großer Bedeutung die passenden Kommunikationsmittel hinzuzuziehen. Sie bestimmen auf welchem Weg um die Aufmerksamkeit der Menschen gekämpft wird, wie auf Zusammenhänge hingewiesen, auf Gefahren aufmerksam gemacht und Sachverhalte erklärt werden. Augmented Reality (AR) bietet großes Potenzial diese Aufgaben zu unterstützen.

MOOSAIK
Bei dem Projekt MOOSAIK werden die Möglichkeiten einer mobilen AR App für die Umweltkommunikation ausgetestet. Im Fokus steht dabei der Workflow zur Anfertigung der virtuellen 3D-Modelle, welcher durch das Vergleichen verschiedener Programme und Techniken der 3DModellierung, Animation und Texturierung optimiert wird. Da der Einsatz von Augmented Reality im Bereich der Umweltbildung und -kommunikation bisher kaum erprobt wurde, werden im Rahmen dieses Projekts Strategien erforscht, auf die bei zukünftigen Vorhaben mit ähnlicher Zielsetzung zurückgegriffen werden kann.

Augmented Reality App
Über eine AR App können animierte 3D-Modelle von bedrohten Vogel-, Insekten- und Pflanzenarten in der realen Umgebung eingeblendet und beobachtet werden. Eingesetzt wird dafür markerloses und markerbasiertes Tracking. Zusätzliche multimediale Elemente wie Tierstimmen bereichern die Umweltbildung und motivieren den Nutzer alle Sinne noch intensiver auf die Natur zu richten.

Bedrohte heimische Tierarten
Der große Brachvogel, der Kiebitz und die Bekassine gehören zu den Vogelarten, die in der Vergangenheit in großer Zahl auch in Bayern vorkamen, mittlerweile aber bedroht sind. Vor allem durch den Verlust ihrer Lebensräume sanken ihre Populationen in den letzten 30 Jahren dramatisch. Damit zählen sie zu den Tierarten, die lange Zeit kaum aus der bayerischen Kulturlandschaft wegzudenken waren, bei der Bevölkerung heute aber in Vergessenheit geraten sind. Da es größerer Anstrengung bedarf eine Akzeptanz der Schutzmaßnahmen für weniger bekannte Arten zu erreichen, haben wir uns entschieden, uns thematisch mit diesen heimischen Tieren auseinanderzusetzen und nicht mit bereits populären Tiergattungen wie zum Beispiel Elefanten oder Eisbären.

Über den Autor

Geschrieben von:

Mit freundlicher Unterstützung der Wildland-Stiftung Bayern. Vielen Dank an Eric Imm und Patrizia Weindl

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