Kunst & Kultur
Kunst & Kultur
Abschlussausstellung Kunst und Multimedia, LMU
Acatech, Karolinenplatz 4, München
27. Juni 13-17 Uhr
28. Juni 14-17 Uhr
In einer Zeit, die von sich wandelnden Realitäten geprägt ist, bietet Hypermedia einen Raum, in dem sich verschiedene Ausdrucksformen treffen und miteinander verflechten. Sie ist eine Plattform für Experimente und spiegelt wider, wie zeitgenössische Künstler auf eine sich ständig weiterentwickelnde Welt reagieren, die sowohl von der Technologie als auch vom traditionellen Handwerk geprägt ist.
Die Ausstellung zeigt die Abschlussarbeiten von Studierenden des Studiengangs Kunst und Multimedia der LMU, die ein breites Spektrum an Medien und Ausdrucksformen erforschen. Ihre Projekte umfassen eine breite Palette digitaler Formate wie Animation, Videospiele, interaktive Websites und Videoinstallationen sowie traditionelle Techniken wie Malerei, Airbrush-Zeichnungen und Skulpturen. Viele Arbeiten kombinieren diese Ansätze, indem sie digitale Elemente und physische Materialien zusammenbringen.
Skulpturen werden durch Sound oder Projektionen erweitert, Leinwände werden durch augmentierte Overlays animiert. An diesen Schnittstellen experimentieren die Studenten frei und erkunden, wie das Taktile und das Virtuelle miteinander sprechen können.
Der Titel Hypermedia suggeriert nicht nur einen technischen Rahmen, sondern auch eine Art des Denkens in Zusammenhängen ohne feste Anfänge oder Enden. Neben den formalen Experimenten tauchen in der Ausstellung auch gemeinsame Themen auf. Die Studierenden setzen sich mit zeitgenössischen Themen wie den Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die Umwelt, der Zerstörung der Natur, dem Überkonsum und der sich verschiebenden Grenze zwischen virtuellem und realem Leben auseinander. Gleichzeitig bietet die Ausstellung auch Raum für zutiefst persönliche Themen: Gefühle der Isolation, die Konstruktion des Selbst in den sozialen Medien und die Komplexität der Gefühle.
Diese Themen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Werke und bilden unsichtbare Verbindungen, die den Betrachter dazu einladen, über die Beziehungen zwischen Medien, Technologie und menschlicher Erfahrung nachzudenken. Hypermedia trifft keine eindeutige Aussage, sondern vereint eine breite Palette von Perspektiven und kreativen Strategien. Es ist ein Netzwerk künstlerischer Ansätze, in dem die Grenzen verschwimmen. Zusammengenommen spiegeln diese Arbeiten wider, wie eine neue Generation von Künstlern lernt, sich zwischen den Welten zu bewegen, sich in digitalen Landschaften zurechtzufinden und gleichzeitig im Greifbaren und Persönlichen verwurzelt zu bleiben.