Kunst & Kultur

DEBUTANT:INNEN des BBK München und Oberbayern


Ausstellung vom 06. September 2022 – 16. Oktober 2022

AR Kunstwerk SEEING IN THE DARK von Lukas Rehm

Der Berufsverband Bildender Künstler:innen München und Oberbayern e. V. (BBK) fördert mit der Initiative „DEBUTANT*INNEN des BBK München und Oberbayern“  bereits seit 1982 herausragend talentierte junge Künstler:innen in Bayern. Jährlich bietet die Ausstellung drei Kunstschaffenden die Möglichkeit, ihre Arbeiten in der GALERIE DER KÜNSTLER:INNEN auszustellen und so an einem zentralen Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst in München das professionelle Debüt zu feiern.

Dieses Jahr ist Lukas Rehm dabei, der hier seine Arbeit SEEING IN THE DARK präsentiert, die teilweise in Infrarot gedreht wurde und mit Hilfe einer AR Brille präsentiert wird, durch die sowohl die raumgreifende Klangkomposition, als auch das Verhältnis zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem erfahrbar wird.  

SONDERÖFFNUNG:

06.09.2022 / 14 – 20 Uhr / Eintritt frei

18:00 Uhr / Eröffnungsrede / Lea Grebe (Ausstellungskommission BBK München und Oberbayern e.V. )

18:15 Uhr / Soundintervention / Hauke Berheide, Lukas Rehm

SEEING IN THE DARK untersucht das Verhältnis zwischen den menschlichen Wahrnehmungssystemen und ihrer konstruierten und verborgenen Umwelten. Tief in den Pyrenäen abgeschirmt von kosmischer Strahlung suchen Detektoren nach hypothetischen Bestandteilen von Dunkler Materie welche unsichtbar ist, aber dennoch existieren muss, um die Universalität unserer derzeitigen Gravitationsgesetze aufrechtzuerhalten. Die Fragilität wissenschaftlicher Annahmen und die ständige Aktualisierung der Endlichkeit des Lebens scheinen in dem unterirdischen Labor eine unheimliche Spiritualität zu evozieren, die durch morbide Artefakte vergangener Epochen, welche den Ort umgeben, nur verstärkt werden: ein Friedhof von Zügen, die den unvollendeten Tunnel durchfahren sollten, in dem sich jetzt die Forschungseinrichtung befindet, Bunker, die die verfallenen Gleise bewachen und jetzt von brütenden Spinnen behaust sind. Halbdomestizierte Tiere durchstreifen die Bergketten und das kleine Dorf vor dem Tunneleingang. Hühner (Nachfahren der Dinosaurier) und Katzen (aus dem Horrorgenre bekannte Beobachter) erzählen die Geschichte einer unsichtbaren aber realen monströsen Ungewissheit.

Lukas Rehm arbeitet als Künstler und Musiker in den Bereichen Neue Medien, Installationskunst, Dokumentarfilm und experimentelle Fiktion arbeitet. Seine künstlerischen Arbeiten untersuchen die Bedingungen und die Theatralik sozialer Strukturen, die Auswirkungen von (neuen) technologischen Artefakten und die Rolle des Affekts. Seine Arbeiten wurden in Institutionen wie dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, dem GAMMA Festival St. Petersburg, der Staatsoper Stuttgart, der Kunsthalle Baden-Baden oder dem Future Space New York präsentiert. Lukas Rehm studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der LMU München, sowie Medienkunst und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe u.a. bei Isaac Julien und Jonathan Bepler. Lukas Rehm war Stipendiat der Kulturstiftung des Bundes an der Akademie für Theater und Digitalität Dortmund, Artist in Residence am Spatial Sound Institute Budapest sowie der Jan Van Eyck Akademie Maastricht. Auszeichnungen umfassen u.a. den Bundespreis für Kunststudierende, den Förderpreis der Kunsthalle Baden-Baden, den Preis der Gesellschaft für Kunst und Medientechnologie sowie ein Stipendium der Stiftung Kunstfonds.

Bild: Lukas Rehm

Über den Autor

Geschrieben von:

Rubriken

Internationale Kooperationen Kategorie-Icon

Internationale Kooperationen

Artikel ansehen
Kunst & Kultur Kategorie-Icon

Kunst & Kultur

Artikel ansehen
Meetings & Social Kategorie-Icon

Meetings & Social

Artikel ansehen
Training & Education Kategorie-Icon

Training & Education

Artikel ansehen
Wirtschaft Kategorie-Icon

Wirtschaft

Artikel ansehen
Wissenschaft Kategorie-Icon

Wissenschaft

Artikel ansehen